Wenn Figuren aus dem Nichts geschaffen werden – für Animationen, Avatare, Comic- oder Trickfilm- Charakter, bieten die Archetypen klar strukturierte Anleitungen für deren Aussehen, Körperformen, Grundspannung, Bewegungsmuster, Stimmsitz, Modulation bis hin zum Verhalten und zu typischen Eigenschaften und Fähigkeiten.
Verhalten, Eigenschaften und Fähigkeiten
Eigenschaften beruhen auf archetypischen Fähigkeiten, die wiederum besondere gefühls-gesteuerte Verhaltensmuster erzeugen. Wenn ein Charakter erschaffen wird, ist es daher hilfreich, sich dessen emotionaler Grammatik bewusst zu sein.
Für diese innere Logik einer Figur kann das Archetypen-System folgende Instrumente zur Verfügung stellen, die nach 12 Grundkategorien – entsprechend der 12 Grundarchetypen – definiert und instrumentalisiert werden können:
Schemata
- Muskeltonus und Körperspannung
- Typische Körperform
- Einsatz des Körperschwerpunktes
- Sitz der Atmung
- Typische Stimme
- Typische Gesten und Bewegungen
- Charakteristische Gesichtszüge und Mimik
- Typische Beweglichkeit bestimmter Zonen
- Dreh- und Angelpunkt von Bewegungsabläufen
- u.v.a.m.
Arbeitsweise
Da es sich hierbei um individuelle Aufgabenstellungen handelt, bestehen keine vorgegebenen Schemata, sondern es werden je nach Auftrag die Ziele und Anforderungen festgelegt, nach denen das Design des archetypischen Charakters erfolgt.