Eine der dankbarsten Arbeiten mit den Archetypen ist das Aufspüren der Stimme und des Tonus – und das Wachrufen dieser wunderbaren Geschenke.
Personare – bedeutet im ursprünglichen Sinn: durch-tönt sein. Und die Stimme und der Tonus des Körpers formen den Klang der Persönlichkeit.
So steht der Sitz der Stimme ganz am Anfang der Arbeit für den persönlichen Auftritt.
Wenn der Sitz der Stimme erkannt wurde, wird die Erfahrung des Tonus im Körper erfühlt und erlebt.
Unter Tonus versteht man den Grund-Spannungszustand der Muskulatur. Der Tonus jedes Archetyp ist anders. Die Erfahrung, wie es wirkt, wenn man den Tonus eines Archetyp erfühlt und sich erarbeitet, begleitet im Idealfall den Aufbau der Stimme. Aus dem Tonus heraus entsteht nämlich das Körperbewusstsein, das auf die Talente der Archetypen zugreifen kann.
An der äußeren Haltung arbeiten, wird damit zur bewusst gewordenen Einstellung des Körpers. Eigenschaften wie Mut, Klarheit, Einfühlungsvermögen oder Würde werden wahrgenommener Teil der inneren und äußeren Einstellung.
Von dieser Basis ausgehend wird die Kunst der Rhetorik zur „durchtönten Sprach-Form“.
Sprachformen, also die rhetorischen Elemente, werden aus der Dramaturgie heraus vollkommen neu beleuchtet. Nicht die technischen Formen der Rhetorik zählen – sondern das Wissen und das Können, wie Gefühle und Stimmungen vermittelt werden durch den Einsatz der Rhetorik.
Bewegungsmuster sind die harmonischen Begleitungen der Rhetorik. Aus dem gefühlten Muskel-Tonus der Archetypen heraus ist dies eine leichte Übung. Der Ausdruck kommt wie von selbst zum Auftritt und zur Rede hinzu.
Und das Unverwechselbare ist es auch, dass im Coaching mit den Archetypen im Mittelpunkt steht.
Sathya Alessandra Bernhard und
George Forman vor ihrem gemeinsamen Auftritt in der Oprah Winfrey Show
Es ist wie Schauspiel-Training – im Sinne von Max Reinhardt – der gesagt hat: „nicht Verstellung ist die Aufgabe des Schauspielers, sondern Enthüllung.“