Die Person, der wir auf der Spur sind – ist unser Selbst. Die Frage nach dem Selbst aber wird in hundertfacher Art in Philosophie, Psychologie, Medizin und Charakterkunde gestellt. Die Archetypen sind so etwas wie die Verbindung all dieser Fragesteller und Fragestellungen.
Es ließe sich auch sagen, dass die Archetypen versuchen, uns die die offensichtlichsten und einfachsten Antworten auf die Fragen zu geben. Denn sie sind, was sie sind.
Wie arbeitet man aber an diesem Selbst?
Oder ist es das Selbst, das an uns arbeitet?
Beobachtet man die Archetypen und die Menschen zusammen, ist es höchst faszinierend zu sehen, dass es wohl in beide Richtungen funktioniert. Denn wir arbeiten mit ihnen und benutzen sie ganz selbstverständlich – und ihre Fähigkeiten wiederum wirken direkt auf uns zurück – und mehr noch – wirken auch auf die Menschen um jeden von uns herum.
Damit wird das, was wir aus den Archetypen heraus entwickeln – zur Kultur, zu der gemeinsamen Erfahrung, was ein Archetyp ist, wie er wirkt und was wir von ihm erwarten und erhoffen.
Spannend dabei ist, dass der Körper, der Tempel der Seele, das Wissen um die Archetypen schon immer in sich trägt. Der Körper ist in Resonanz mit der Struktur unserer Seelenzustände. Diese werden deshalb im Körper direkt gespiegelt, aufgezeichnet, verdichtet und letztlich – zu unserem Charakter.
Im Herz der Archetypen steht deshalb die Erfahrung, wie klar und eindeutig diese Beziehung zwischen Körper, Geist und Seele ist.