Schulterklopfende Assistenten – Sekretariate, die mit Gesten kundtun, was sie von ihren Chefs oder Kollegen halten – Pressesprecher, die kein Gespür dafür haben, in welchem Abstand man sich bei Auftritten ihrer Führungskräfte bewegen sollte – Mitarbeiter, die im Publikum sitzen und gelangweilt in Unterlagen lesen, während ihr Chef die Unternehmenszahlen präsentiert …
„Wenn schon die Menschen im direkten Umfeld des Chefs sich so verhalten, wie ……“ Durch diese einfache Frage werden Rückschlüsse gezogen, die keine PR- und Werbeabteilung jemals lösen kann.
US-Konzerne, Wahlkampfmanager und Projektleiter von Imageprojekten legen deshalb seit Jahren höchstes Augenmerk auf den persönlichen Auftritt und die Wortwahl der 2. und 3. Managerlinie, der Sekretariate, der Begleitpersonen und der Assistenten der Geschäftsführung.
Jetzt wird dieses Know how erstmals in Europa angeboten. (Siehe Termine)
Der Auftritt im Umfeldes eines Chefs, macht erst die Wirkung des Chefs möglich. Denn der Chef allein kann nicht von sich behaupten, dass er Chef ist. Führung wird immer über die Geführten in ihrer Wirksamkeit definiert.
Früher hat die Hierarchie dieses Problem auf einfache Art gelöst. Konventionen und Umgangsformen haben sicher gestellt, dass jeder wusste, wie man sich zu verhalten hat. Der Zweck war, dass Entscheidungen – unhinterfragt – durch die gesamte Organisation kommuniziert wurden.
Mit dem Umstieg ins kollegiale Management hat sich dies vielfach geändert. Saloppe Sprüche und abfällige Handbewegungen sind salonfähig geworden. Die Kosten, die dem Unternehmen damit aufgebürdet werden, sind in Zahlen schwer zu benennen. Der Image-Schaden, der für die Führungsetage ausgelöst wird, ist dramatisch.
Dass es die Dramaturgie ist, die hier zentral zum Einsatz kommt, scheint auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar. Aber es sind die Symbole, die Gesten, die typischen Handlungen, jene kleinen, scheinbar unauffälligen Alltäglichkeiten, die zu den kleinen und großen Katastrophen werden und das Image der Führungskräfte torpedieren.
Umgekehrt gesehen sind aber eben jene Symbole, Gesten und typischen Handlungen
im direkten Umfeld der Führungskräfte die größte Chance, Kompetenz und Wirksamkeit in der Kommunikation der getroffenen Entscheidungen der Chefetage zu festigen und zu steigern.
Denn im Endeffekt geht es genau darum: wenn das Image des Chefs beschädigt ist, sind auch seine Entscheidungen unwirksam, weil sie mit Beigeschmack und schlechtem Image durch das gesamte Unternehmen kommuniziert werden.
Es ist, als ob ein vorbildliches Image durch ölverschmierten Idole transportieren werden soll.