Das Handwerkszeug der Archetypen bietet Drehbuchautoren, Regisseuren und Schauspielern die Möglichkeit, Script-Drehungen, Spannungsbögen und Rollen aus einem neuen Blickwinkel her zu betrachten oder konkret umzusetzen.
Der klassische Held – und seine Heldenreisen – wie von Joseph Campbell beschrieben wurden, lassen sich durch eine spezielle Kombination der 12 Archetypen in eine Reise von 64 Szenen, bzw. 64 Script-Drehungen aufteilen.
Jede Kombination ergibt eine besondere Anleitung, um sich einer besonderen Aufgabe zu stellen.
Drehbuch
Für den Drehbuchautor entsteht ein Fahrplan für mythische Scripts, der eingehalten werden kann, aber bei weitem nicht eingehalten werden muss.
Regie
Dem Regisseur steht eine Informationsebene mehr zur Verfügung, die Rollen und Scriptdrehungen auf besondere Art und Weise interpretiert.
Schauspiel
Dem Schauspieler wird die emotionale Grammatik einer bestimmten Rolle aufgeschlüsselt. Die Archetypen, die als Basis auftauchen, können Leitlinie werden oder zum Konterkarieren einladen.
Dramaturg
Wird die Arbeit des Dramaturgen und Archetypen-Coach in eine Produktion eingebunden, besteht sie darin, die Script-Drehungen, szenischen Aufgaben, Rollen-Umsetzungen und Spannungsbögen aus „mythischer“ und „archetypischer“ Sicht zu beobachten und – wo erforderlich – Veränderungen zu initiieren.
Arbeitsansatz
Die Exaktheit der Methode übt dabei einen ganz besonderen Reiz aus, denn sie fordert heraus, sich den ältesten Umsetzungen zu stellen, die Geschichtenerzähler je gefunden haben. Es ist eine Art Rückkehr in die Urmythen und die archaischen Erzählstrukturen, die in den „64 Turns“ einfach und geradeheraus vorgegeben und angeleitet werden.